Das Landratsamt weist im Interesse des Gewässerschutzes auf die bestehende Rechtslage hin:

Das Entnehmen von Wasser aus oberirdischen Gewässern (Bäche, Gräben und Teiche) bedarf nach den gesetzlichen Bestimmungen grundsätzlich einer wasserrechtlichen Gestattung, die vorher beim Landratsamt zu beantragen ist (vg. § 9, § 8 des Wasserhaushaltsgesetzes –WHG).  

 

Bei anhaltender Trockenheit – wie in diesem Sommer – und entsprechend niedrigen Wasserständen haben bereits geringfügige Wasserentnahmen nachteilige Ausnahmen auf die Gewässerökologie in kleineren Gewässern (Fischsterben; trockenes Bachbett), so dass eine Wasserentnahme vom Anliegergebrauch nicht mehr gedeckt ist.

 

Weiterhin sind Einbauten jeder Art im Gewässer, die zum Zweck des Aufstauens ohne vorherige Gestattung errichtet wurden, in jedem Fall unerlaubt und müssen beseitigt werden.

 

Das Landratsamt bittet daher um größte Zurückhaltung bei der Wasserentnahme in und nach der sommerlichen Trockenperiode. Die Wasserentnahme bei Niedrigwasser ist in jedem Falle einzustellen. Mit verstärkten Kontrollen ist zu rechnen. Verstöße gegen die wasserrechtlichen Vorschriften sind mit empfindlichen Bußgeldern zu ahnden. Zum Schutz des Wasserhaushalts müsste das Landratsamt kostenpflichtige Anordnungen erlassen. Ein solches Vorgehen sollte sich im Interesse aller Beteiligten vermeiden lassen.