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Gemeinde Bindlach  |  E-Mail: gemeinde@bindlach.bayern.de  |  Online: http://www.bindlach.de

Beim Gartengießen und Bewässern an den Gewässerschutz denken!

Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern (Bäche, Gräben und Teiche) haben gesetzliche Grenzen. Beim Gartengießen und Bewässern auch an den Gewässerschutz denken!! Im Hinblick auf den extrem trockenen Sommer sind – trotz der jüngsten Regenfälle – nach wie vor unzulässige Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern zu erwarten. In den Gewässern lebende Tiere und Pflanzen, die ohne Wasser nicht überleben können, sind vom Austrocknen bedroht. Bei der Wasserentnahme aus kleinen Bächen und Gräben ist schnell die Grenze überschritten, bei der für die Lebewesen im oder am Gewässer nichts mehr übrig bleibt und dadurch große Schäden angerichtet werden.

 

Das Landratsamt weist deshalb im Interesse des Gewässerschutzes auf die bestehende Rechtslage hin. Das Entnehmen von Wasser aus oberirdischen Gewässern bedarf nach den gesetzlichen Bestimmungen grundsätzlich einer wasserrechtlichen Gestattung, die vorher beim Landratsamt zu beantragen ist.

Ausnahmen bestehen nur in engen Grenzen, wenn die Wasserentnahme noch unter den sogenannten Gemeingebrauch am Gewässer fällt. Die erlaubnisfreie Wasserentnahme darf nur durch Schöpfen mit Handgefäßen erfolgen. Für den eigenen Bedarf kann Wasser nur dann entnommen werden, wenn dadurch keine wesentliche Minderung der Wasserführung und keine andere Beeinträchtigung des Wasserhaushaltes zu erwarten ist. Bei anhaltender Trockenheit – wie in diesem Sommer – und entsprechend niedrigen Wasserständen haben jedoch bereits geringfügige Wasserentnahmen nachteilige Ausnahmen auf die Gewässerökologie in kleineren Gewässern (Fischsterben; trockenes Bachbett), so dass eine Wasserentnahme vom Anliegergebrauch nicht mehr gedeckt ist.

 

Weiterhin sind Einbauten jeder Art im Gewässer, die zum Zweck des Aufstauens ohne vorherige Gestattung errichtet wurden, in jedem Fall unerlaubt und müssen beseitigt werden.

 

Das Landratsamt bittet daher um größte Zurückhaltung bei der Wasserentnahme in und nach der sommerlichen Trockenperiode. Die Wasserentnahme bei Niedrigwasser ist in jedem Falle einzustellen. Mit verstärkten Kontrollen ist zu rechnen. Verstöße gegen die wasserrechtlichen Vorschriften sind mit empfindlichen Bußgeldern zu ahnden. Zum Schutz des Wasserhaushalts müsste das Landratsamt kostenpflichtige Anordnungen erlassen. Ein solches Vorgehen sollte sich im Interesse aller Beteiligten vermeiden lassen.

 

 

 

 

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